25. Juni 2019

Wie wird man Konferenzdolmetscher?

„Ich bin zweisprachig aufgewachsen.“ „Ich war ein Jahr im Ausland.“ „Ich hatte schon immer ein Talent für Sprachen.“ All dies sind gute Voraussetzungen für eine spätere Karriere als Konferenzdolmetscher, liegt die Kernkompetenz doch in der perfekten Beherrschung von mindestens zwei Sprachen. Um als Konferenzdolmetscher allerdings Fuß zu fassen, bedarf es eines speziellen Hochschulstudiums, des Willens, lebenslang zu lernen und natürlich auch einer Prise Talent.

Sowohl in Deutschland als auch im Ausland können Studienwillige den Master-Studiengang „Konferenzdolmetschen“ belegen. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor); dies kann, muss aber nicht in einem sprachenbezogenen Fach absolviert worden sein. Immer wieder zieht das Fach Absolventen völlig anderer Studienfächer an, die sich u.a. aufgrund ihres Sprachtalents für diesen Beruf entscheiden. Auch Quereinsteiger, deren Studium schon eine gewisse Zeit zurückliegt und die sich beruflich verändern möchten, beschließen gelegentlich, auf den Beruf des Konferenzdolmetschers umzusatteln.

 

Das Studium Konferenzdolmetschen umfasst neben der durchaus wichtigen Theorie, wie Translationswissenschaften, natürlich auch die Praxis. Denn um die eigenen Fähigkeiten als Dolmetscher zu verbessern, heißt es üben, üben und nochmals üben. Die Dozenten leiten die Studierenden dabei in den verschiedensten Bereichen an, etwa wie man mit verschiedenen Redegeschwindigkeiten umgeht oder welche Strategien es für bestimmte Sprachkombinationen gibt. Weiterhin werden ganz praktische Grundlagen des Berufslebens erarbeitet: Welche Etikette gilt in der Kabine? Darf man einen Redner unterbrechen, wenn es zu schnell geht? Wie bereitet man sich inhaltlich und organisatorisch optimal auf eine anstehende Konferenz vor?

 

Genauso vielseitig wie der spätere Beruf sind die Studiengänge gestaltet: Zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel Wirtschaft, Medizin, Recht und Technik wird mit einer zuvor entwickelten Notiztechnik konsekutiv gedolmetscht, in der Kabine simultan übersetzt und in Kleingruppen die Konversation bei Verhandlungen ermöglicht. Eine tiefgründige Vorbereitung auf das entsprechende Themengebiet ist dabei unerlässlich, damit die jeweiligen Fachtermini sofort abgerufen werden können, wenn man mitten im Geschehen ist.

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Doch neben den korrekten Fachausdrücken wird auch ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Kulturen gelegt - denn wie wir alle wissen, haben Briten, Italiener oder Franzosen genauso besondere Eigenheiten im persönlichen Umgang wie wir Deutsche. Nachdem die Prüfungen bestanden sind, geht es an die Master-Arbeit. Mit Unterstützung eines Supervisors legt man das eigene Wunschthema fest, recherchiert in der Fachliteratur und arbeitet dann die Ergebnisse der eigenen Forschungsarbeit aus.  Sobald die Arbeit eingereicht, bewertet und damit der Master of Arts in Konferenzdolmetschen erlangt wurde, steht der Ernst des Konferenzdolmetscherlebens an.

 

Während einige Absolventen Festanstellungen bei Behörden anstreben, etwa den EU-Institutionen in Brüssel, entscheidet sich die Mehrheit für die Selbständigkeit auf dem freien Markt. Allerdings ist das Leben des freiberuflichen Dolmetschers in gewisser Hinsicht dem Studentendasein gar nicht so unähnlich: Nach der Auftragserteilung wird umfangreich recherchiert, Glossare werden erstellt, Webseiten studiert, Vokabeln gelernt und Details über die Redner in Erfahrung gebracht.

 

Es wird deutlich: Auch wenn das Jahr im Ausland, die Zweisprachigkeit und das Talent für Sprachen hervorragende Voraussetzungen für eine Karriere als Konferenzdolmetscher sind, so gehören doch lebenslanges Lernen und anhaltende Disziplin dazu, um in diesem Metier langfristig Fuß zu fassen. Die Konferenzdolmetscher von fachdolmetschersuche.de haben alle nicht nur eine hervorragende Ausbildung durchlaufen, sondern verpflichten sich auch zu gründlicher Vorbereitung auf jedes einzelne Thema - um Ihre Veranstaltung mit der größten Fachkompetenz zum Erfolg zu führen.

 

 

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